Trainingsformen beim Indoor-Rudern
Das Ruderbeckentraining steht nur wenigen Vereinen zur Verfügung, da hierfür ein großes und speziell ausgebildetes Wasserbecken erforderlich ist. Die Ruderplätze befinden sich in einem fest eingebauten „Boot“. Da dieses nicht im Gleichgewicht gehalten werden muss, eignet sich das Ruderbecken besonders gut für die Anfängerausbildung. Der rudertechnische Bewegungsablauf entspricht dem Rudern im Boot, da Skulls beziehungsweise Riemen vorhanden sind. Das Ruderbeckentraining wird deshalb besonders für die technische Ausbildung genutzt. Das Rudern im Becken ist kraftaufwendiger und träger als im Rennruderboot. Mit den Skulls oder Riemen wird das Wasser nach hinten bewegt, während das Boot fest eingebaut bleibt. Das Wasser strömt im Umlaufprinzip durch das Becken. Der Rückstrom erfolgt unter den Ruderplätzen hindurch bis zum vorderen Bereich des Beckens.
Beim Ruderergometertraining gibt es keine Skulls oder Riemen. Stattdessen wird an einem Griff eine Kette gezogen, die ein spezielles Windrad antreibt. Über die Beschleunigung des Windrades können Rückschlüsse auf Kraft, Leistung und Bewegungsablauf gezogen werden. Der Performance-Monitor kann unter anderem folgende Werte anzeigen:
- Zurückgelegte Strecke
- Benötigte Zeit
- Schlagfrequenz
- Leistung in Watt
- Kraftverlauf des einzelnen Ruderschlages
Die Leistungswerte können gemessen und mit den Ergebnissen anderer Ruderinnen und Ruderer verglichen werden. Das Ruderergometer eignet sich besonders für ruderspezifisches Kraft- und Konditionstraining. Gleichzeitig werden der Bewegungsablauf und die Kopplung der Teilkörperkräfte geschult.